Wertvolles Ackerland erhalten, keine unbegrenzte Gewerbeansiedlung

Birgit Geis, die Bürgermeisterkandidatin der Grünen, spricht sich für den Erhalt wertvollen
Ackerlandes in dem geplanten Offheimer Gewerbegebiet „Nördlich der Kapellenstraße“ aus.
Bei einer Begehung des Offheimer Gewerbegebietes mit Florian Brechtel, Sprecher der Bürgerinitiative Offheim, stellte sie fest, dass es nicht verantwortbar ist, welche Ausmaße das geplante Gewerbegebiet in Anspruch nehmen wird. „Offheim ist bereits umgeben von Gewerbeansiedlungen, die sehr nah an die Wohngebäude heranreichen. Es ist nur richtig, dass jetzt in Offheim eine Naherholungszone ausgewiesen wird als Ausgleich für die vorhandenen Gewerbegrundstücke.
Auch der Ortsbeirat von Offheim spricht sich gegen die Ausdehnung des Gewerbegebietes „Nördlich der Kapellenstraße“ aus. Dem Offheimer Ortsvorsteher Arne Piecha, CDU, empfahl die Bürgermeisterkandidatin bei einem Gespräch, seine Kolleginnen und Kollegen der CDU-Fraktion Limburg zu einem Nein der Ausweitung des Gewerbegebietes aufzufordern. Zurzeit befürwortet die CDU-Fraktion diesen Ausbau. „Natürlich ist Gewerbeansiedlung wichtig für die Stadt Limburg, Limburg ist ein attraktiver Gewerbestandort. Aber wir müssen uns fragen, welche Grenzen es gibt. Es kann nicht sein, dass unbegrenzt Gewerbegebiete ausgewiesen werden und immer mehr wertvolles,
fruchtbares Ackerland versiegelt wird“, so Geis.

Geis schlägt vor, dass die Stadt Limburg nach dem Beispiel der Stadt Wetzlar ein Bodenschutzkonzept erarbeitet und Pläne erstellt, welche unterschiedlichen Bodenqualitäten es in und um Limburg gibt. Gefördert würden diese Bodenschutzkonzepte vom Land Hessen.
Bei einer Begehung des ICE-Gebietes stellte die Bürgermeisterkandidatin fest, dass von dem Vorhaben, nur hochwertiges Gewerbe anzusiedeln, nicht viel übrig geblieben sei. Es gebe zwar einige Gewerbeflächen, die sehr hochwertige Dienstleistungen anböten. Aber die vielen Fastfood-Restaurants und verschiedene Logistikunternehmen hätten in diesem Ausmaß nicht in das ICE-Gebiet gehört. „Die wenigen Flächen, die jetzt noch im ICE-Gebiet zur Verfügung stehen, dürfen nur an
Firmen vergeben werden, die mit Ressourcen sparsam umgehen und flächensparend bauen. Mein Ziel ist es Firmen, nach Limburg zu holen, die diese Voraussetzungen erfüllen, gute Arbeitsbedingungen bieten und Zukunftstechnik entwickeln. Nur so bleibt Limburg wettbewerbsfähig“, meinte Geis.

Birgit Geis besichtigt das geplante Gewerbegebiet „Nördlich der Kapellenstraße“ in Offheim