Moderne Mobilität

Auf die Frage, warum wir eine Verkehrswende in Limburg brauchen, antwortete Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis: „Das Ziel der Verkehrspolitik einer Stadt muss sein, dass die Menschen sich wohlfühlen, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid nicht überschritten werden und eine CO2-Reduzierung, die dem Klimawandel entgegenwirkt. Saubere Luft ist der Grundstein für ein gesundes Leben, für Lebensqualität. Klimaschutz durch geringeren CO2 Ausstoß bewahrt die Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkelkinder.
Wir müssen weg von der autogerechten Stadt und die Gleichung Parkplätze gleich Umsatz stimmt nicht mehr. Wichtig ist es Besucherströme in die Stadt zu leiten und das wird nur durch eine attraktive Innenstadt erreicht. Eine Innenstadt, die frei ist von Blechlawinen und Verkehrslärm, zieht Besucher an und belebt dadurch die Geschäfte.“
Geis schloss daraus, dass dies nur zu erreichen sei mit der Verkehrswende, mit einer autoarmen Stadt. „Um dies umzusetzen, will ich als Bürgermeisterin den Öffentlichen Personennahverkehr so gestalten, dass es bequem ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu kommen. Ich will, dass die Fahrradwege einladend, ungefährlich und praktisch sind und es Spaß macht, mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren.“.
Hierzu gehörten u. a. eine viertelstündliche Vertaktung der Stadtlinie in Verbindung zu den Stadtteilen, kostenloses Parken für E-Autos, Car-Sharing in allen Stadtteilen und vor Seniorenwohnanlagen, Erweiterung des Anrufsammeltaxis und höchstens Tempo 30 auf den Straßen in der Innenstadt. 
„Als Zeichen, dass wir eine moderne Mobilität für die Zukunft erreichen wollen, ist für mich die Anschaffung eines autonomen Busses, der z. B. vom Bahnhof über den Neumarkt zum Dom fahren könnte. Ich habe selbst schon in anderen Städten gesehen, wo ein autonomer Bus eingesetzt und er ein Anziehungspunkt für die Bewohner und Touristen war.
Bis jetzt sind weder genügend noch die wichtigen Maßnahmen zur Abwendung des Dieselfahrverbotes umgesetzt worden. Die dynamischen Fahrgastinformationen, die jetzt überall an Haltestellen aufgestellt werden, sind dafür ein typisches Beispiel. Diese dynamischen Fahrgastinformationen nützen gar nichts, wenn die Busse nur alle 90 Minuten kommen.
Ich sehe es für eine Bürgermeisterin als eine Pflicht an, Maßnahmen zu ergreifen, die für eine saubere Luft in der Stadt zu sorgen und das unabhängig von einem drohenden Dieselfahrverbot“ schloss Geis.