In eine lebendige Stadt gehören Familien mit Kindern

Die Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis fordert ein Wohnungsleerstandskataster für Limburg und die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. „Limburgs Einwohnerzahlen steigen und das bedeutet, dass mehr Wohnraum in Limburg benötigt wird, insbesondere kleine und bezahlbare Wohnungen für Singles und Familien. Es wurden zwar Wohnungen in den letzten Jahren in Limburg gebaut. Dabei handelt es sich aber hauptsächlich um Seniorenwohnanlagen und hochpreisigen Wohnraum. Außerdem muss ich feststellen, dass Häuser abgerissen und auf den so entstandenen Flächen Parkplätze gebaut werden.

Was wir brauchen, sind in der Innenstadt und in der Altstadt Wohnungen für Familien mit Kindern. Für Familien, die es sich nicht leisten können, Wohnungseigentum zu erwerben. Eine Stadt ist nicht nur durch florierende Geschäfte lebendig, sondern auch durch die Menschen, die in dieser Stadt wohnen. Es ist wichtig, dass wir in der Innenstadt und in der Altstadt dem Häuserleerstand ein Ende machen. Deshalb werde ich mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen, dass endlich ein Wohnungsleerstandskataster erstellt wird und dass endlich die seit Jahren geforderte städtische Wohnungsbaugesellschaft gegründet wird. Hierzu müssen Fördermittel vom Land Hessen in Anspruch genommen werden. Auch leerstehende, ehemalige Geschäftshäuser können in Wohnraum umgewandelt und aus dem jetzt leerstehenden alten Neuen Rathaus könnte ein Mehrgenerationenhaus werden. Wir müssen verhindern, dass in der Innenstadt und in der Altstadt keine Familien mit Kindern mehr wohnen“.

In den Stadtteilen fehle es allerdings an Seniorenwohnanlagen, aber auch an Wohnraum für Familien mit geringem und mittlerem Einkommen, so Geis.

In dem geplanten Baugebiet Blumenrod V und VI sieht Geis allerdings keine Lösung.

„Einem 25 ha großen Baugebiet für mindestens 1.600 Bewohner, das einem Stadtteil gleichkommt, ohne ein schlüssiges Verkehrskonzept und ohne einer genügenden Anzahl von bezahlbarem Wohnraum kann ich nicht zustimmen.“