Grundschule für Dietkirchen

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis fordert eine Grundschule für Dietkirchen

Die Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis will eine Bürgermeisterin für alle Limburger Bürgerinnen und Bürger werden, für die Bürgerinnen und Bürger der Innenstadt und für die Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen. Sie ist der Meinung, dass die Stadtteile in der Stadtpolitik oft zu wenig Beachtung erhalten, zumal die Ortsbeiräte nur eine beratende Funktion haben. Aus diesem Grund sucht sie das Gespräch mit allen Limburger Ortsvorstehern.

Das erste Gespräch führte sie mit Markus Wirth, dem Ortsvorsteher von Dietkirchen. Bei diesem Gespräch konnte festgehalten werden, dass es in Dietkirchen ein reges Vereinsleben gibt und Dietkirchen durch den Vereinsring, dem alle Vereine angehören, gut aufgestellt ist. Auch die Eigenleistung von Dietkircher Bürgern und den Vereinen ist vorbildlich. Natürlich musste auch in Dietkirchen durch die Corona-Krise eine Vollbremsung gemacht werden, alle Veranstaltungen fielen aus und das Vereinsleben ist ziemlich heruntergefahren.
Ein Anliegen von Ortsvorsteher Wirth ist der Neubau des Kindergartens. Der jetzige Kindergarten ist nicht mehr zeitgemäß und weist Mängel auf, die nicht mehr zu beheben sind. Der neue Kindergarten, der an gleicher Stelle gebaut werden soll, befindet sich bereits in der Planung, hier wünscht sich der Ortsbeirat allerdings eine bessere Beteiligung.

Bürgermeisterkandidatin Geis stellt fest, alles in allem ist Dietkirchen gut aufgestellt, die Bürger fühlen sich in Dietkirchen wohl. Auf der anderen Seite gibt es aber auch die fehlende Infrastruktur in Dietkirchen, eine Infrastuktur, die für ein Dorfleben sehr wichtig ist:

Früher gab es in Dietkirchen vier Lebensmittelläden, zwei Bäckereien, eine Post, einen Metzger und sechs Gaststätten im Dorfkern.Das ist alles schon lange her. Es gibt nur noch das Alte Fährhaus an der Lahn, das ist aber auch schon alles.
Früher gab es eine Volksschule, in die alle Dietkircher Kinder bis zur 8. Klasse gehen konnten.

Die Kinder von Dietkirchen gehen von der ersten Klasse an in die Leo-Sternberg-Schule. Sie bleiben aber nicht zusammen in einem Klassenverband, sondern werden auf verschiedene Klassen aufgeteilt.

„Nach vielen Geprächen, die ich mit Dietkircher Eltern geführt habe, ist dies nicht förderlich für die Kinder aus Dietkirchen. Im Kindergarten waren die Kinder noch alle zusammen. Sobald sie aber in die Schule kommen, werden sie getrennt. Verabredungen für nachmittags zum Spielen werden schwieriger oder entfallen ganz, Freundschaften können nicht mehr gepflegt werden, die Verbundenheit untereinander, die für das Wohl der Kinder sehr wichtig ist, leidet.

Birgit Geis vor der ehemaligen Schule in Dietkirchen

Dietkirchen ist der einzige Stadtteil ohne eigene Grundschule. Ich werde mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen, dass Dietkirchen wieder eine eigene Grundschule bekommt. Meine ersten Gespräche als Bürgermeisterin werde ich mit Landrat Köberle als Schulträger und mit Herrn Forte, dem Schulleiter der Leo-Sternberg-Schule, führen, um einen gemeinsamen Weg zu finden, wie eine Grundschule in Dietkirchen etabliert werden kann.

Bis dahin ist es natürlich ein weiter Weg.In der Zwischenzeit muss es den Kindern von Dietkirchen ermöglicht werden, wieder ab dem ersten Schuljahr in eine Klasse gehen zu können. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie gut es ist, wenn Kinder in kleinen Klassenverbänden inidviduell unterrichtet werden können – weniger Kontakte.
Das Vorhaben ist natürlich eine Herausforderung. Aber ich bin überzeugt davon, und wenn man von etwas überzeugt ist, findet man in der Regel auch einen Weg, um es durchzuführen“.

Einig war sich Bürgermeisterkandidatin Geis mit dem Ortsvorsteher Wirth, dass das Lahnuferein wichtiges Erholungsgebiet für Dietkircher Bürger und Besucher darstellt. Die Lahnanlage bietet den Bürgern Möglichkeiten zum Schwimmen, Picknicken und Spaß bei Festen. Die Holzbrücke verbindet die beiden Stadtteile Eschhofen und Dietkirchen. Auch der neue Spielplatz wird gut angenommen. Hierher kommen die Kinder mit ihren Eltern von nah und fern.