Fragen der NNP an die Bürgermeisterkandidatin

  • Warum sollten die Limburger Sie zum Bürgermeister, zur Bürgermeisterin wählen?

    Die Limburger Bürger und Bürgerinnen sollen mir am 14. März ihre Stimme geben, denn ich nehme die Realität der Klimakrise ernst und gehe nicht fahrlässig mit der Zukunft unserer Kinder um. Ich will die Verkehrswende mit einer autoarmen Stadt umsetzen und deshalb die Stadtlinie viertelstündlich vertakten und dafür sorgen, dass wir ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz haben. Ich will wertvolles Ackerland erhalten, keine unnötige Flächenversiegelung und viele Bäume zusätzlich in der Stadt anpflanzen lassen. Außerdem wird es Zeit, dass Limburg eine Bürgermeisterin bekommt.
  • Wie haben Sie Ihren Wahlkampf finanziert und wie hoch war Ihr Budget?

    Für meinen Bürgermeisterwahlkampf hatte ich Kosten in Höhe von 3.232,12 €, die Kosten für den Kommunalwahlkampf von Bündnis 90/DIE GRÜNEN für Limburg beliefen sich auf 4.736,59 €. Finanziert werden diese Kosten durch Zuschüsse vom Landesverband, vom Kreisverband und durch private Spenden. Ich erhielt nur Spenden von Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen. Die privaten Spenden betrugen für den Bürgermeisterwahlkampf und für den Kommunalwahlkampf insgesamt 2.280,00 €. Die genaue Kostenaufstellung ist auf meiner Website eingestellt: birgitgeis-limburg.de
  • Was hat sich bis zum Jahr 2027, dem Ende Ihrer Amtszeit, für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in Limburg verändert?

    Limburgs Innenstadt lädt zum Verweilen ein, denn es fahren viel weniger Autos in die Innenstadt. Das liegt daran, dass es jetzt einfach ist, vom Auto auf den Öffentlichen Personennahverkehr und auf das Fahrrad umzusteigen. Die Stadtbusse und kleinere Busse fahren im 15-Minuten-Takt, es gibt ein ausgeklügeltes Car-Sharing-System in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Für die Radfahrer gibt es an vielen Stellen abschließbare Fahrradboxen, normale Fahrradständer und die Sicherheit wurde durch neue und rot markierte Fahrradwege erhöht. Es gibt mehrere periphere Parkplätze und ein autonomer Bus fährt vom Bahnhof zum Dom.
  • Welche Grünflächen in der Stadt sollen bis 2027 wie aufgewertet werden?

    Der Schafsberg wird in Zusammenarbeit mit der Schafsbergwacht weiter entwickelt, u. a. mit einem Fitness-Parcour, die Eppenau wird als ökologisch wertvolles Gebiet unter Schutz gestellt, das „Paradies“ bleibt als Park naturnah erhalten, die gefällten Bäume im Tal Josaphat werden ersetzt, der Kreuzweg auf dem Greifenberg wird instand gesetzt. Zwischen Autobahnbrücke und Lichfieldbrücke soll ein Mehrgenerationenpark entstehen, ebenso soll eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Lahn gebaut werden. Das Offheimer und Linterer Wäldchen werden mit klimaresistenten Bäumen aufgeforstet.
  • Wie kann dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Limburg am besten begegnet werden?

    Auf der einen Seite gibt es eine immer größere Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen für Familien mit Kindern und Singles, auf der anderen Seite einen Gebäudeleerstand in der Innen- und Altstadt und in den Stadtteilen. Deshalb will ich ein Wohnungsleerstandskataster erstellen lassen. Weiterhin müssen wir eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gründen. Bei neuen Baugebieten muss festgelegt werden, dass 30 % zum bezahlbaren Wohnraum gehören. Auch leerstehende ehemalige Geschäftshäuser können in Wohnraumumgewandelt und das Programm „Ortsmitte neu erleben“ muss verstärkt gefördert werden.
  • Sollen die Ortsbeiräte mehr Befugnisse erhalten, wenn ja welche?

    Die Ortsbeiräte haben die direkteste Verbindung zu den Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile. Bei städtischen Angelegenheiten, die den Stadtteil betreffen, müssen sie gehört werden. Ich möchte die Ortsbeiräte aber nicht nur anhören, ich möchte ihnen zuhören. Nur so ist gewährleistet, dass die Anliegen der Stadtteile auch tatsächlich berücksichtigt werden. Zuhören verhindert auch, dass die Stadt gegen das Votum der Ortsbeiräte entscheidet. Auch sollte man den Ortsbeiräten die selbständige Verwendung der Verfügungsmittel „Ortsbeiräte“ nicht einschränken.
  • Wie sieht 2027 die Aufenthaltsqualität in der Limburger Innenstadt aus?

    Limburgs Innenstadt ist viel autoärmer geworden. Es gibt weniger Blechlawinen und Verkehrslärm. Der Neumarkt wurde mit einfachen Mitteln umgestaltet: Liegestühle im Sommer um den Georgsbrunnen, mobile Spielgeräte für Kinder, Cafés können sich mit Stühlen und Tischen ausbreiten. Der Kornmarkt ist parkfrei, ein Teil der Grabenstraße und die Hospitalstraße wurden Fußgängerzone. Überall gibt es mehr Grün durch Neuanpflanzungen und dem Erhalt des alten Baumbestandes. Limburgs Innenstadt ist frequentiert von Einheimischen und Auswärtigen, sehr zur Freude des Limburger Einzelhandels und der Gastronomie.
  • Warum werden sich die Limburger Bürger 2027 subjektiv sicherer fühlen?

    Das subjektive Sicherheitsempfinden vor allem vieler Frauen und älterer Bürgerinnen und Bürger ist gestiegen, denn die Plätze in Limburg sind gut belebt. Die städtischen Ordnungshüter, die jetzt besser besetzt sind, gehen mit ihren Kollegen von der Polizei und dem Freiwilligen Polizeidienst auf Streife. Die Streifenstrecken werden nicht nur zu Fuß, sondern auch mit E-Bikes und E-Scootern zurückgelegt. So sind die Ordnungshüter sichtbar und können bei brenzligen Situationen sofort eingreifen. Unbelebte Plätze sind gut beleuchtet und auch die Sauberkeit in Limburg erhöht das Sicherheitsgefühl.