Ein Besuch bei einem besonderen Verein

Gabi Schä­fer, Kath­rin Anders, Andre­as Pötz, Win­fried Wei­mer, Andre­as Peu­ker, Mar­cus Bock­let (Foto: Josef Erbach)

Zum Abschluss der Sozi­al­tour durch Hes­sen mach­ten zwei Abge­ord­ne­te der Land­tags­grü­nen auch in Lim­burg Sta­ti­on. Kath­rin Anders – Spre­che­rin der Frak­ti­on für Gesund­heit, früh­kind­li­che Bil­dung und Grund­schu­len – und Mar­cus Bock­let – Spre­cher für Sozi­al­po­li­tik – waren zu Gast bei der Lim­bur­ger Frak­ti­on der GRÜNEN.

Gemein­sam mit Orga­ni­sa­tor Andre­as Pötz sowie Gabi Schä­fer und Josef Erbach vom Off­hei­mer Orts­bei­rat besuch­te man auch das Hal­len­bad in Offheim.

Dort wur­den sie vom Hal­len­bad­ver­ein emp­fan­gen, vom zwei­ten Vor­sit­zen­den Andre­as Peu­ker und dem Kas­sen­wart Win­fried Wei­mer, der die­ses Amt schon 17 Jah­re lang aus­füllt, genau­so lan­ge wie der ers­te Vor­sit­zen­de Georg Wes­ter­feld, der beim Ter­min lei­der ver­hin­dert war.

Der gemein­nüt­zi­ge Hal­len­bad­ver­ein hat­te ja eine Mam­mut­auf­ga­be über­nom­men, als er im Jah­re 2004 das in die Jah­re gekom­me­ne und Ende 2003 geschlos­se­ne Off­hei­mer Hal­len­bad von der Stadt Lim­burg über­tra­gen bekam.

In unzäh­li­gen Arbeits­stun­den schaff­ten es die ehren­amt­li­chen Mit­glie­der die maro­den Tei­le des Bades zu ent­fer­nen und zu erset­zen sowie die Tech­nik zu über­ho­len. So konn­te Ostern 2005 der Bade­be­trieb in Off­heim wie­der auf­ge­nom­men werden.

Fast jedes Jahr wur­de seit­dem wei­ter in die Tech­nik inves­tiert, um das Hal­len­bad in Schuss zu hal­ten. Das Haus­halts­vo­lu­men, für das der ehren­amt­li­che Vor­stand gera­de steht, beträgt pro Jahr etwa 400.000 Euro.

„Seit­dem wird das Bad von vie­len Ver­ei­nen und Grup­pen benutzt“, so der zwei­te Vor­sit­zen­de Andre­as Peu­ker, „ins­ge­samt sind es der­zeit 14 Ver­ei­ne und Grup­pie­run­gen. Die größ­te Grup­pe sind dabei die Schul­kin­der, die im Schwimm­un­ter­richt etwa ein Drit­tel der ca. 100.000 Schwimm­be­we­gun­gen pro Jahr ausmachen.“

„Ohne die­ses Ange­bot wäre der Schwimm­un­ter­richt für die Grund­schu­len des Krei­ses nicht voll­stän­dig auf­recht zu erhal­ten“, so füg­te Andre­as Pötz von den GRÜNEN hinzu.

„Der Hal­len­bad­ver­ein hat in die­ser Zeit finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch die Stadt, den Kreis und auch das Land Hes­sen erfah­ren“, so Win­fried Wei­mer vom Hal­len­bad­ver­ein, „die Stadt spa­re aber durch die Über­ga­be des Bades an den Ver­ein auch jähr­lich die Sum­me von ca. 300.000 Euro ein.“

Der größ­te Ein­nah­me­pos­ten des Hal­len­bad­ver­eins sind wei­ter­hin die Jah­res­bei­trä­ge der Mit­glie­der, die damit ihren Ein­tritt für ein Jahr beglei­chen. Rund 6.000 Mit­glie­der waren es vor Coro­na, der­zeit sind es coro­nabe­dingt etwas mehr als 5.000. Der Ver­ein hofft, dass nach Coro­na die Mit­glie­der­zah­len wie­der anstei­gen wer­den. Außer­dem wür­de man sich über groß­zü­gi­ge Spen­den z.B. für die stark anstei­gen­den Ener­gie­kos­ten sehr freu­en, damit man die Arbeit des Ver­eins auch in Zukunft in glei­chem Maße fort­set­zen könne.

Die Gäs­te aus Wies­ba­den waren sicht­lich beein­druckt von der groß­ar­ti­gen ehren­amt­li­chen Arbeit des gemein­nüt­zi­gen Ver­eins. Kath­rin Anders und Mar­cus Bock­let spar­ten nicht mit Lob für die vie­len Stun­den, die der Hal­len­bad­ver­ein zum Nut­zen der All­ge­mein­heit leis­te. „Man wer­de in Wies­ba­den ein­mal nach­fra­gen, ob vom Land Hes­sen eine beson­de­re För­de­rung im Bereich der Betriebs­kos­ten für nicht­kom­mer­zi­el­le Bäder mög­lich sei, die von gemein­nüt­zi­gen Ver­ei­nen betrie­ben wer­den,“ so Kath­rin Anders und Mar­cus Bock­let abschließend.

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